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Kritische Informationen der InteressenGemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland
zum Thema Organspende / Lebendspende / Transplantation / Hirntod Dezember 2004

Presse

Artikel und Meldungen zu Organspende / Transplantation / Hirntod im November / Dezember 2004

Stand: 20.02.05

Dezember 2004

Rund 11.000 Kranke aus Deutschland warten auf Organspende
Gesundheit und Soziale Sicherung/Antwort auf Große Anfrage
Berlin: (hib/BES) Die Bundesregierung sieht keine Notwendigkeit, die Betreuung und Koordinierung der Lebendorganspende in Deutschland zu verbessern und zieht in ihrer Antwort (15/4542) auf eine Große Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (15/2707) auch eine positive Bilanz des Ende 1997 in Kraft getretenen Transplantationsgesetzes.
HIB 001/2005 03.01.2005

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: Krankenhäuser müssen bei Organspenden aktiver werden
Das Bundeskabinett hat sich in seiner heutigen Sitzung mit dem Thema "Förderung der Organspende" befasst. Aus diesem Anlass erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt:
"Ein wesentlicher Beitrag zur Steigerung der Zahl der Organspender ist die Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtung zur Mitteilung potenzieller Organspender durch alle Krankenhäuser im Rahmen ihres Versorgungsauftrages.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 15.12.04

Zehn Minuten für die Organspende
Anonyme Internet-Umfrage analysiert Beweggründe für oder gegen Organspende / Projekt der Abteilung Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Heidelberg
Sind Sie bereit, ihre Organe nach dem Tod zu spenden? Würden Sie auch zu Lebzeiten einem Freund oder Verwandten als Organspender zur Verfügung stehen? Vor allem: Was motiviert zur Organspende, was hält davon ab? Diesen Fragen geht eine Projektgruppe der Abteilung Medizinische Psychologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. med. Dipl.-Psych. Rolf Verres) im Internet nach: Unter www.organspendeumfrage.uni-hd.de sind alle Interessenten und Internetnutzer aufgerufen, ihre Einstellung in einem neunseitigen Internet-Fragebogen zum Thema Organspende anonym mitzuteilen.
PRESSEMITTEILUNG Universitätsklinikum Heidelberg 10.12.04

Organtransplantation im sunnitischen Islam erlaubt
Kairo (AFP) - Der höchste Würdenträger des sunnitischen Islam hat seinen Widerstand gegen die Transplantation von Organen aufgegeben und derartige Operationen für vereinbar mit der Religion erklärt.
YAHOO NEWS 09.12.04

Frankreich sucht Organspender
"Alliance O" soll die Zahl der Spendenwilligen erhöhen
Von Suzanne Krause
Es gibt rund 10.000 Nierenkranke in Deutschland, die ohne Blutwäsche - ohne Dialyse also - nicht überleben könnten. Die Alternative zur Dialyse wäre eine neue Niere für die Patienten. Aber Organspender sind rar. So werden in Deutschland jährlich nur rund 2.400 Nieren transplantiert. Die durchschnittliche Wartezeit für eine neue Niere beträgt sechs Jahre. Ähnlich ist die Situation auch in anderen europäischen Staaten. In Paris wurde deshalb ein europäisches Programm gestartet: Alliance-O heißt es, O wie Organspende.
DEUTSCHLANDFUNK 07.12.04

Organlebendspende: Routine - Tabubrüche - Systemtragik
Der Mensch, der in Narkose vor dem Operateur auf dem OP-Tisch liegt, ist nicht sein Patient, er ist ein Gesunder, in Top-Form, wie eingehende Voruntersuchungen ergeben haben. Von einer Arzt-"Patient"-Beziehung kann nicht die Rede sein. Das Paradoxon des geplanten Eingriffs liegt in der Tatsache, dass gerade die Gesundheit des Menschen, der operiert wird, die Indikation für die Operation darstellt. Das Szenario enthält noch einen weiteren makabren Akzent: Das Organ, das der Operateur entfernt, beispielsweise eine Niere, ist völlig intakt. Der ärztlich vollzogene verstümmelnde Eingriff an einem Menschen ohne therapeutische Intention fällt in die Kategorie fundamentaler Herausforderungen medizinethischer Grundprinzipien. Gibt es, so fragt Linus S. Geisler, eine valide Legitimation dafür, dass der Arzt, als "Leibwächter" des Menschen, mit Zustimmung des Geschädigten zum Schädiger des Leibes werden darf?
Beitrag von Linus S. Geisler
Universitas, 59. Jahrgang, Nr. 702, Dezember 2004, S. 1214-1225

Geisler, Linus S.: Überkreuz-Lebendspende . Sachstand, Rechtssprechung, Hintergrunde
Aufgrund der Knappheit von Spenderorganen wird derzeit von verschiedenen Seiten eine Ausweitung der Lebendorganspende - und hier auch der sogenannten Überkreuz-Lebendspende - vorgeschlagen. Das Bundessozialgericht hat die notwendigen Voraussetzungen für eine solche Überkreuzspende nun nochmal festgelegt.
Von Linus S. Geisler
Die Überkreuz-Lebendspende - auch Crossover-Spende genannt - stellt quantitativ ein äußerst kleines Problem dar. Nach Einschätzung von Transplantationsmedizinern kommt sie in Deutschland für fünf bis sechs Paare pro Jahr infrage. Gemessen daran nimmt sie in der Lebendspendedebatte einen unverhältnismäßig großen Raum ein.
Veröffentlicht in: CHIRURGISCHE ALLGEMEINE, 5. Jahrgang, November/Dezember 2004, S. 464.465
 


November 2004

Deutlich weniger Organspender in neuen Ländern
Deutsche Stiftung Organtransplantation beklagt auch bundesweiten Spender-Rückgang im ersten Halbjahr 2004
WEIMAR (dür). In der Region Ost waren im ersten Halbjahr 2004 deutlich weniger Menschen bereit, nach dem Tod ihre Organe zu spenden als im Jahr zuvor.
Ärzte Zeitung, 30.11.2004

Rachel/Klöckner: Bundesregierung verzögert wiederholt Beantwortung zur Organspendeanfrage
Berlin - Anlässlich der nochmaligen Verschiebung der Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage „Förderung der Organspende“ erklären der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquête- Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“, Thomas Rachel MdB, und die zuständige Berichterstatterin für Transplantationsmedizin, Julia Klöckner MdB:
Organspende rettet Menschleben. Doch in Deutschland gibt es großen Nachhol- und Optimierungsbedarf in der Umsetzung des 1997 verabschiedeten Transplantationsgesetzes.
PRESSEMITTEILUNG Julia Klöckner, MdB CDU und Thomas Rachel, MdB CDU 29.11.04

Steigender Bedarf an Organen
Das vor wenigen Jahren verabschiedete Transplantationsgesetz hat nicht zu einer erhöhten Bereitschaft für eine Organspende geführt. Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage wird immer größer. Jetzt soll die Zahl der Lebendspenden erhöht werden
Von Ulrike Kopetzky
TAZ 19.11.04

Hirntod, moderne Medizin und ein menschenwürdiges Sterben
Wann hört das Leben auf? - Die Debatte um Hirntod, moderne Medizin und ein menschenwürdiges Sterben
Sendung: Studiozeit. Aus Kultur- und Sozialwissenschaften
Sendeskript des Hörfunkbeitrages
Von Peter Leusch
DEUTSCHLANDFUNK 18.11.2004. 20:10 - 21:05 Uhr

"Nieren, Herzklappen, praktisch alles"
Der illegale Handel mit Organen boomt. Die Türkei gilt als Hauptumschlagplatz - doch die Ermittler tappen weitgehend im Dunkeln
DIE WELT 17.11.04

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