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Kritische Informationen der InteressenGemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland
zum Thema Organspende / Transplantation / Hirntod / Lebendspende / Organhandel

Sehr geehrte Damen und Herren,

für kaum ein anderes bioethisches Thema wird von verschiedenen Stellen so massiv Werbung betrieben, wie für die Organspende. In Fernseh- und Kinospots, auf Plakaten und in Hochglanzbroschüren wird mit oft fragwürdigen Methoden für die Bereitschaft in der Bevölkerung zur Zustimmung einer Organentnahme nach dem sogenannten "Hirntod" geworben.

Wir möchten mit diesem Infoportal der InteressenGemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland allen potenziellen Organ"spendern" die Möglichkeit geben, sich vor ihrer Entscheidung für eine Einwilligung einer Organentnahme - sei es bei sich selbst oder bei Angehörigen - umfassend auch über die anderen Seiten der Transplantationsmedizin zu informieren. Insbesondere über das umstrittene Hirntodkriterium zur Todesfeststellung oder die Folgen für Angehörige, die eine Entscheidung für den "Spender" getroffen haben. Nur wenn potenzielle Organspender ehrlich und umfassend informiert werden, können sie eine gut bedachte Entscheidung für oder gegen die Organentnahme treffen. Mehr dazu finden Sie in der Einführung in das Thema Organspende / Transplantation / Hirntod. Dort finden Sie auch einen Nicht-Organspenderausweis zum Runterladen und Ausdrucken.
 

Neue Pressemeldungen

Symbolbild PressespiegelWöchentlich durchforstet die Redaktion online die wichtigsten Tages- und Wochenzeitungen auf relevante Artikel zum Thema Organspende, Transplantation, Hirntod, Lebendspende, Organhandel etc. und verlinkt diese in der Rubrik Pressespiegel. Ergänzt werden die Meldungen durch Links zu Original-Pressemitteilungen und Bundestagsnachrichten.

Zum Pressespiegel Mai / Juni 2010...
 

Neue Dokumente

Europäisches Parlament: Qualitäts- und Sicherheitsstandards für zur Transplantation bestimmte menschliche Organe
Text angenommen im Europäischen Parlamentam 19. Mai 2010.
Hier finden Sie die Entschließung, den Konsolidierten Text, diverse Anlagen und alles zum Verfahren bis zur Abstimmung.
Anm.: Siehe dazu die zugehörige Pressemitteilung unten!


PDF Erfahrungsbericht der Bundesregierung an den Bundesrat zum Gesetz über Qualität und Sicherheit von menschlichen Geweben und Zellen (Gewebegesetz)
Unterrichtung durch die Bundesregierung
Bundesrat Drucksache 688/09, 04.08.09
61 Seiten (646 KB)


PDF Bericht zur Situation der Transplantationsmedizin in Deutschland zehn Jahre nach Inkrafttreten des Transplantationsgesetzes
Unterrichtung durch die Bundesregierung
Deutscher Bundestag, Drucksache 16/13740, 16. Wahlperiode, 30.06.09
778 Seiten (12,6 Mb)

Neue Bücher / Fachartikel

Hier finden Sie die letzte Neuaufnahme in unsere Literatur-Rubrik bzw. einzelne Fachartikel.

PDF Der Hirntod: Kein sicheres Todeszeichen!
Der folgende Beitrag setzt die Debatte über den Hirntod fort,die in "LebensForum" seit einigen Ausgaben geführt wird. Nachdem in der Ausgabe Nr.91 (3/2009)zuletzt ein Neuropathologe und Theologe den Hirntod "medizinisch-pragmatisch als Kriterium zum Nachweis des Todes des ganzen Menschen" verteidigt hat, kommt hier nun ein dezidierter Kritiker des Hirntod-Konzeptes zu Wort.
Von Rainer Beckmann
Lebensforum Ausgabe 93 - 1/2010 vom März 2010, Zeitschrift der "Aktion Lebensrecht für Alle" ALfA e.V.


Die Lebenden und die Toten
Die Transplantationsmedizin beginnt sich von der "Tote-Spender-Regel" zu verabschieden
Linus S. Geisler
Die "Tote-Spender-Regel" (Dead Donor Rule), die seit rund 40 Jahren in der Transplantationsmedizin akzeptiert ist, formuliert zwei ethische Normen, die die Praxis der Organentnahme betreffen: Lebenswichtige Organe dürfen nur von toten Patienten entnommen werden; lebende Patienten dürfen nicht für oder durch eine Organentnahme getötet werden. Derzeit gibt es Bestrebungen, das Konzept des Hirntodes oder des Herztodes auszuhöhlen und die Entnahme lebenswichtiger Organe zur Organspende bereits bei Lebenden zu legitimieren. Linus S. Geisler warnt vor einem fundamentalen Tabubruch.
UNIVERSITAS, 65. Jahrgang, Nr. 763, Ausgabe Januar 2010, S. 4-13


coverDein Tod, mein Leben: Warum wir Organspenden richtig finden und trotzdem davor zurückschrecken
von Vera Kalitzkus (Autor)

Broschiert: 244 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag
Erscheinungsdatum: 12.08.09, 1. Auflage

Zum Inhalt...


PDF "Hirntod" und "Organspende"
Anders als die Frage, ob es sich bei dem Embryo im Mutterleib um einen Menschen handelt, wird die Frage, ob der Hirntod tatsächlich der Tod des Menschen sei, selbst unter Lebensrechtlern heftig diskutiert. Prinzipiell sind drei Antworten denkbar: Der Hirntod ist der Tod des Menschen (Mehrheitsmeinung). Der Hirntod ist nicht der Tod des Menschen (Minderheitenmeinung), und alternativ: Die Frage ist nicht entscheidbar. Mit dem folgenden Beitrag eröffnet LebensForum eine noch (weiter) zu führende Debatte.
Von Dr. med. Dr. theol. h. c. Maria Overdick-Gulden
LebensForum Ausgabe 89 - 1/2009 vom März 2009, Zeitschrift der "Aktion Lebensrecht für Alle" ALfA e.V.

Sonstiges Neues

19.05.10: Kürzere Wartezeiten bei Organspenden
Personen, die eine Organspende benötigen, sollen in Zukunft mit kürzeren Wartezeiten rechnen können. Die diesbezügliche EU-Richtlinie zu Qualitäts- und Sicherheitsstandards für Organtransplantationen ist am Mittwoch vom Europäischen Parlament verabschiedet worden. Die Richtlinie deckt alle Stufen von der Spende bis zur Transplantation ab und unterstützt die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten. Die Abgeordneten haben außerdem die Entschließung des Aktionsplans zu Organspenden angenommen.
PRESSEMITTEILUNG Europäisches Parlament 19.05.10
Anm.: Siehe dazu das zugehörige Dokument oben!


30.04.10: Bezahlte Organspenden werden europaweit verboten
Strenge Qualitäts- und Sicherheitsstandards sollen Austausch mit der Europäischen Union erleichtern
Europäisches Parlament und Ministerrat einigen sich auf Regeln zur Organspende
PRESSEMITTEILUNG Dr. Peter Liese MdEP, EVP-ED, 30.04.10


14.10.09: Gemeinsame Studie des Europarates und der Vereinten Nationen fordert internationale Konvention zur Bekämpfung des Organhandels
New York – Ein neues internationales Abkommen wird zur Verhinderung des Handels mit Organen, Gewebe und Zellen (OGZ), zum Schutz von Opfern und zur Verfolgung von Straftätern benötigt, dies ist die Empfehlung einer gemeinsamen Studie des Europarates und der Vereinten Nationen, die heute veröffentlicht wurde.
PRESSEMITTEILUNG Europarat 13.10.09

Joint Council of Europe/United Nations Study on trafficking in organs, tissues and cells and trafficking in human beings for the purpose of the removal of organs
Informationen des Europarates zu Organspende


02.10.09: Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO e. V. zum "Welttag und Europäischen Tag der Organspende" am 4.10.2009
Bremen - Am 4. Oktober findet in Berlin eine Veranstaltung zum Welttag und Europäischen Tag der Organspende statt unter dem Motto: "You have the power to donate life. Be an organ donor." - "Du hast die Macht, Leben zu schenken. Sei Organspender."
PRESSEMITTEILUNG Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO e. V. 02.10.09