Interessengemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland
Collage
Einführung
Über uns
Kontakt
Impressum
Sitemap
Start
> Neues
Pressespiegel
Dokumente
Literatur
Adressen
Links

Zum
Gemeinschaftsportal
IGKB-Deutschland
>>>>

www.Organspende-Aufklaerung.de

Kritische Informationen der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland
zum Thema Organspende / Lebendspende / Transplantation / Hirntod

Neues zum Thema Organspende / Transplantationsmedizin / Hirntod

28.07.12, ergänzt am 04.08. und 11.08.12: Transplantations-Skandal in Göttingen - Mediziner unter Manipulationsverdacht bei Organspende-Warteliste

Vergangene Woche wurde ein bislang in Deutschland einmaliger Transplantationsskandal bekannt. Medienberichten zufolge soll ein ehemaliger leitender Transplantationsmediziner am Universitätsklinikum Göttingen in 25 Fällen Krankenakten gefälscht haben, um ausgewählte Patienten auf der Warteliste für eine Lebertransplantation nach oben zu schieben. Dabei wurden offenbar Laborwerte gefälscht, so dass die Patienten kränker erschienen als sie wirklich waren. Dadurch wurde ihnen von der zuständigen internationalen Organvermittlungsstelle Eurotransplant schneller eine Spenderleber zugeteilt.

Symbolbild OrganentnahmeAusgangspunkt des Skandals waren stichprobenartige Untersuchungen der Bundesärztekammer (BÄK) von Patientenakten im Rahmen von Unregelmäßigkeiten bei einer Lebertransplantation. Dabei habe die BÄK weitere Verdachtsfälle festgestellt und bereits Ende Juni den Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) informiert, erklärte die UMG. Hochgekocht ist die Sache aber erst nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 20. Juli.

Auf der Suche nach Mittätern

Offenbar hat der Transplantationschirurg bei den Manipulationen nicht alleine gehandelt. Es besteht der Verdacht, dass es mehrere Personen gegeben haben soll, die ihn dabei unterstützt haben. Bei einem weiteren Arzt seien bereits Hausdurchsuchungen erfolgt und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig eingeleitet worden. Bei dem Beschuldigten handelt es sich um den Abteilungsdirektor der Gastroenterologie, der mit Voruntersuchungen der Patienten befasst war, die auf eine Lebertransplantation warteten. Die UMG habe mit dem Abteilungsdirektor einvernehmlich vereinbart, dass seine Dienstgeschäfte bis zur Aufklärung der Vorwürfe ruhen, teilte die Klinik am 26. Juli mit. Es habe sich der Verdacht erhärtet, dass er an den Manipulationen beteiligt war oder selbst manipuliert habe.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt mittlerweile wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, da möglicherweise durch Manipulationen in der Klinik Menschen auf der Warteliste andernorts gestorben seien. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft in Braunschweig seit geraumer Zeit gegen den Transplantationsmediziner wegen möglicher Bestechlichkeit. Er wurde bereits im Dezember 2011 in Göttingen entlassen. Das Universitätsklinikum habe sich sofort von dem betreffenden Chirurgen getrennt, als es von dem Manipulationsverdacht erfuhr, erklärte Martin Siess, Vorstand Krankenversorgung des Klinikums in Göttingen. Wie die Bildzeitung berichtete, habe sich der Arzt bei einer Klinik in Saudi-Arabien beworben und sei auf freiem Fuß.

Motive für die Manipulation der Wartelisten könnten möglicherweise die finanziellen Anreize gewesen sein, da der Mediziner für jede Transplantation eine Bonuszahlung von ca. 1500 Euro bekommen habe. Das heißt, je mehr Transplantationen er durchführte, desto höher fiel sein Gehalt aus. Zuletzt führte der Arzt 50 Transplantationen in einem Jahr durch, was angeblich ein Spitzenwert in Deutschland sei. Derartige Bonussysteme seien nicht unüblich. An der Göttinger Klinik seien sie unterdessen als Reaktion auf den Skandal aber umgehend abgeschafft worden.

Ermittlungen im Universitätsklinikum Regensburg 2005

Bemerkenswert in dem Transplantationsskandal ist, dass diversen anderen Berichten zufolge der beschuldigte Oberarzt bereits 2005 in Zusammenhang mit Organspenden negativ aufgefallen ist. Damals arbeitet der Arzt am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) und es seien jordanische Patienten verbotenerweise auf eine Warteliste für europäische Transplantationspatienten gesetzt worden. Zudem sei eine Leber in Jordanien transplantiert worden. Die ausführliche Prüfung u. a. durch die Staatsanwaltschaft habe jedoch ergeben, dass kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliege. Nach Prüfung der Sachlage sei außerdem kein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden (siehe dazu die Stellungnahme des Universitätsklinikums Regensburg vom 27.07.12 zu den Vorfällen im Bereich der Lebertransplantation). Der Uniklinik Göttingen seien diese Vorfälle bei der Einstellung des Transplantationsmediziners jedoch völlig entgangen.

Nach Bekanntwerden der Vorfälle in Göttingen durch die Medien hat unterdessen auch der Vorstand des Universitätsklinikums Regensburg am 23.07.12 veranlasst, sämtliche Lebertransplantationen am UKR im Zeitraum 2003 bis 2008, dem Zeitraum in welchem der beschuldigte Oberarzt dort tätig war, einer genauen Einzelfallprüfung zu unterziehen, teilte die Regensburger Klinik in der Stellungnahme mit.
 

Reaktionen auf Göttinger Transplantationsskandal: Bestürzung und Forderung nach lückenloser Aufklärung

Der Transplantationsskandal in Göttingen mit den möglichen massenhaften Manipulationen der Warteliste bei Lebertransplantationen hat in den Medien und bei zuständigen Stellen einhellige Bestürzung ausgelöst und Forderungen nach umfassender Aufklärung und Konsequenzen. Tenor war, dass durch diesen Fall die Organspendebereitschaft in Deutschland massiven Schaden genommen haben dürfte.

Der Vorsitzende der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Hans Lilie sprach sich vor dem Hintergrund der aktuellen Berichte für eine Überarbeitung der bisherigen Regelungen für Transplantationen aus. Er werde sich dafür stark machen, dass die Bundesärztekammer ihre Richtlinien verschärft. Hierbei werde auch an ein Vier-Augen-Prinzip gedacht, sagte Lilie der Süddeutschen Zeitung am 20. Juli. Dies sei "der schlimmste Vorfall, von dem er in der deutschen Transplantationsmedizin je gehört" habe. Zur Aufklärung sei bereits eine "Task Force" aus Mitgliedern der Ständigen Kommission Organtransplantation und der Prüfungskommission gegründet worden, die mit kriminalistischen Methoden die Staatsanwaltschaft bei ihrer Arbeit unterstützen soll.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr zeigte sich entsetzt über die Vorwürfe und forderte eine "schonungslose Aufklärung" der Vorfälle. Er befürchtet, dass die Berichte die Bereitschaft zur Organspende "massiv erschüttern" könnten. Ansonsten hielt sich Bahr relativ zurück.

Montgomery

Bundesärztekammerpräsidet sieht Klinikträger in besonderer Verantwortung

Der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery sieht in einem Interview mit der "Passauer Neuen Presse" vom 28. Juli die Klinikträger in besonderer Verantwortung. Vor dem Hintergrund des aktuellen Falles müsse man fragen, ob die Selbstkontrolle in den Kliniken ausreichend funktioniert. Es müsse geklärt werden, ob bei der Auswahl von Führungspersonal für die Transplantationsmedizin "wirklich gewissenhaft gearbeitet wird". Dass in Göttingen von den Regensburger Vorfällen gar nichts bekannt gewesen sein soll, sei "schon ein starkes Stück", so der BÄK-Präsident. Straftaten in der Transplantationsmedizin seien "wirklich schwere Delikte", die "absolut konsequent geahndet" werden müssten. Zudem benötigten die Überwachungs- und Kontrollgremien von Deutscher Stiftung Organtransplantation und Bundesärztekammer nach Meinung von Montgomery mehr Kompetenzen. Auch Montgomery sieht einen "großen Vertrauensschaden" für die Organspende und versprach "lückenlose Aufklärung".
 

Windhorst

"Mangelverwaltung bei Spenderorganen öffnet krimineller Energie Tür und Tor"

Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst bezeichnete den Organspende-Skandal als "Super-Gau für das notwendige Vertrauen in das System". "Wir sind beim Organhandel angekommen", erklärte Windhorst in einer Presseaussendung vom 21. Juli. "Im Normalfall schließt das funktionierende System der Organspende mit der Überwachung durch Eurotransplant kriminelle Machenschaften aus. Aber die derzeitige Mangelverwaltung bei Spenderorganen öffnet krimineller Energie nun Tür und Tor und nutzt die Angst der kranken Menschen vor dem Tod auf der Warteliste aus. Ich kann nur hoffen, dass das Vertrauen der Bevölkerung in das gute System der Organspende nicht zu sehr erschüttert ist", so Windhorst. Die Organspende dürfe nicht durch kriminelle Machenschaften diskreditiert werden. Es gelte jetzt, dieses verloren gegangene Vertrauen wieder aufzubauen. Dies sei man auch den Menschen auf der langen Warteliste für ein lebenserhaltendes Organ schuldig.
 

Kirste

DSO-Vorstand Kirste kritisiert Medienberichterstattung

Professor Dr. Günter Kirste, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organstransplantation (DSO), der zuständige Organspende-Koordinierungsstelle in Deutschland, erklärte auf der Webseite der DSO in einem undatierten Statement: "Wir sind zutiefst bestürzt über die Betrugsvorwürfe gegen die Göttinger Universitätsklinik." Für die Organspende und Transplantation seien "Vertrauen und Transparenz die entscheidenden Parameter". "In einer Phase, in der mit der Novellierung des Transplantationsgesetzes und dem Gesetz zur Entscheidungslösung wichtige Schritte zur Verbesserung der Organspendesituation gemacht wurden, werden viele Menschen verunsichert", so Kirste. Auch er forderte umfassende Aufklärung sowie die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, wolle man das Vertrauen zurück zu gewinnen, sowie die nötigen Konsequenzen aus dem Fall zu ziehen, "damit ein solcher Missbrauch des Systems der Organverteilung künftig nicht mehr möglich ist".

Mit Blick auf die lawinenartige Medienberichterstattung zum Fall Göttingen kritisierte Kirste, dass in den Medien immer wieder "fälschlich von einem Organspendeskandal" gesprochen werde. Es handle sich hier aber um einen "Allokationsbetrug oder schlimmstenfalls Transplantationsskandal, der nicht mit der eigentlichen Organspende vermischt werden darf". Dies sei "wichtig klarzustellen", da die Bereiche der Organspende, Organvermittlung und Transplantation per Gesetz streng getrennt seien." Die Bereitschaft zur Organspende darf - so schwierig es auch ist - nicht in Frage gestellt werden, weil ein Zentrum betrogen hat. Darum gilt: Ich bin Organspender", so Kirste abschließend.
 

Gesetz zur Entscheidungslösung bei Organspenden tritt zum 1. November 2012 in Kraft

Kurz vor Bekanntwerden des Transplantationsskandals hat Bundespräsident Joachim Gauck am 12.07.12 das kürzlich vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz zur Entscheidungslösung bei Organspenden unterzeichnet. Am 18.07.12 wurde es im amtlichen Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt damit zum 1. November 2012 in Kraft. Ab dann sollen alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren von ihren Krankenkassen angeschrieben und zu ihrer Haltung einer Organspende im Falle des festgestellten Hirntodes befragt werden. Eine Äußerungspflicht besteht jedoch nicht. Man kann die Schreiben auch ignorieren. Interessant wäre zu wissen, wie viele Menschen sich dann noch an den "bislang einmaligen" Organspendeskandal erinnern werden und welchen Einfluss dies auf ihre Entscheidung haben wird.
 

Ergänzung vom 04.08.12: Organspendeskandal weitet sich aus - Ermittlungen zu Transplantationen in Regensburg

Der Organspendeskandal von Göttingen zieht immer weitere Kreise. Nun wurde bekannt, dass auch am Uniklinikum Regensburg in ebenfalls 23 Fällen der Verdacht besteht, dass Manipulationen von Krankendaten im Zusammenhang mit Lebertransplantationen vorgenommen wurden. Dies teilte der bayerische Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch am 02.08.12 in einer Presseaussendung mit.

Mehr dazu im aktuellen Themenspecial: Organspendeskandal weitet sich aus - Ermittlungen zu Transplantationen in Regensburg
 

Ergänzung vom 11.08.12: Steigende Zahl an beschleunigten Vermittlungsverfahren bei Transplantationen - Kommissionen, Bundesärztekammer, Deutsche Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband fordern mehr Transparenz und effizientere Kontrolle

Symbolbild OrganenspendeVor dem Hintergrund des Transplantationsskandals in Göttingen und Regensburg der vergangenen Wochen kommen nun immer weitere brisante Fakten auf den Tisch. Wie jetzt bekannt wurde, werden offenbar seit einigen Jahren immer mehr Organe in den Transplantationszentren im so genannten "beschleunigten Verfahren" an der offiziellen Warteliste vorbei verpflanzt. Dies geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Dr. Harald Terpe hervor.
Als Reaktion auf den anhaltenden Organspendeskandal haben unterdessen in einer gemeinsamen Erklärung vom 9. August die Prüfungskommission und Überwachungskommission, Bundesärztekammer, Deutsche Krankenhausgesellschaft und der GKV-Spitzenverband mehr Transparenz und effizientere Kontrolle in der Transplantationsmedizin angemahnt. Die Reaktionen darauf fielen weitgehend kritisch aus.

Mehr im Themenspecial: Steigende Zahl an beschleunigten Vermittlungsverfahren bei Transplantationen - Kommissionen, Bundesärztekammer, Deutsche Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband fordern mehr Transparenz und effizientere Kontrolle
 

Weiterführende Informationen:

Presseschau zum Transplantationsskandal in Göttingen

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Meldungen zum Organspendeskandal in Göttingen. Diese Zusammenstellung wird gegebenenfalls weiter ergänzt.

31. Juli 2012

Krankenhausgesellschaft gegen Boni für OP-Zahlen
Krankenhausärzte sollen keine Boni mehr erhalten, wenn sie eine besonders hohe Zahl von Operationen oder anderen ärztlichen Leistungen vornehmen.
AERZTEBLATT.DE 31.07.12

Vertrauen zurückgewinnen
Neuregelung der Organspende tritt in Kraft
DOMRADIO 31.07.12

Hätte Organ-Skandal verhindert werden können?
WELT Online 31.07.12

Nach Organspende-Skandal: CDU fordert Sondersitzung zu Göttingen
Von Gregor Mayntz
Berlin (RP). Zur Aufklärung des Göttinger Organspende-Skandals hat die Union eine Sondersitzung des Bundestags-Gesundheitsausschusses gefordert.
RP-Online 31.07.12

Transplantationsskandal in Göttingen: Arzt offenbar Wiederholungstäter
TAZ 31.07.12

Die Spur führt nach Jordanien
Einer der in Göttingen verdächtigten Mediziner soll schon früher Organempfänger begünstigt haben. Ermittlungen ausgeweitet.
TAZ 31.07.12

Ärger mit dem Schulskelett: Weiche, Knochenmann!
Fast jeder kennt aus der Schule einen Herbert - ein Skelett, das in der Ecke steht. Herbert aus Sachsen ist was Besonderes: Seine Knochen sind echt. Das finden manche Schüler grässlich. Jetzt soll er weg. Nur wie wird man ein Gerippe los, das mal ein lebendiger Mensch war?
Von Frauke Lüpke-Narberhaus
SPIEGEL Online 31.07.12


30. Juli 2012

Organhandel: Operation im Schatten
Klaus-Peter Görlitzer
Appelle pro Organspende sind alltäglich. In diesen Tagen allerdings bestimmt ein "Skandal" am Transplantationszentrum in Göttingen die Schlagzeilen.
SUEDWEST PRESSE 30.07.12

Organspende-Skandal: Konsequenzen gefordert
AERZTEBLATT.DE 30.07.12

Organspende-Skandal: "Ein starkes Stück"
Die manipulierten Wartelisten von Göttingen könnten zu einem der größten Medizinskandale der Republik werden.
AERZTE ZEITUNG Online 30.07.12

Transplantationsskandal ist ein "Super-Gau"
Gefälschte Diagnosen für bessere Listenplätze
Ärztepräsident Windhorst fordert stärkere Kontrollen „ohne Stasi-Methoden"
BILD.DE 30.07.12

Ermittlungen im Transplantationsskandal: Alte Operationen neu untersucht
Im Göttinger Organspende-Skandal untersuchen die Ermittler Transplantationen in den 1990er Jahren.
TAZ 30.07.12

Organtransplantation: Wie zuverlässig ist die Organvergabe?
Katrin Frink
Ein erschütternder Betrugsfall: An der Uniklinik Göttingen sollen Ärzte Krankenakten gefälscht haben, damit Patienten schneller an eine Spenderleber kommen. Ob dafür auch Bestechungsgeld angenommen wurde, ist noch offen. Der Skandal wirft viele Fragen auf:
BR-Online 30.07.12

Mit der Reform des Transplantationsrechts zum 1. August 2012 sind keine Probleme gelöst - Staatliche Verantwortung notwendig
Am 1. August 2012 tritt die Reform des Transplantationsgesetzes in Kraft. Der Organspendeskandal in Göttingen macht deutlich, wo auch dieses Recht seine Grenzen haben wird.
PRESSEMITTEILUNG Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung 30.07.12


29. Juli 2012

Illegaler Organhandel: Blutspur nach Deutschland
Organhändler ermöglichen reichen Kranken, auf Kosten von Armen ihr Leben zu verlängern. SPIEGEL und SPIEGEL TV Magazin enthüllen die Geschichte eines deutschen Unternehmers, der sich die Niere einer russischen Emigrantin kaufte. In den Fall verwickelt ist ein Berliner Urologe.
SPIEGEL Online 29.07.12

Organhandel-Spur nach Deutschland
Im Fall der illegalen Organtransplantationen in der Medicus-Klinik in Priština führen zwei Spuren nach Deutschland.
SPIEGEL Vorab 29.07.12

Göttinger Klinikum: Politiker fordern Konsequenzen aus Organspende-Skandal
Nachdem Ärzte Patienten bei Organspenden bevorzugt haben sollen, werden Forderungen nach Kontrollen laut.
ZEIT Online 29.07.12

Auslese zum Göttinger Organspendeskandal: Wie Wertpapiere an der Börse
Von Harry Nutt
Vielleicht ließe sich der Organhandel wie die Börse organisieren - so könnte er legal werden. Natürlich ist das polemisch. Aber der ketzerische Gedanke lässt keinen Zweifel daran, das unser Organspendesystem einer Reform bedarf.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 29.07.12

Strategien gegen Volkskrankheiten
Interview mit Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr
BILD am SONNTAG 29.07.12
Anm.: Darin geht es auch um den Organspendeskandal


28. Juli 2012

Transplantationsskandal: "Patienten mussten nicht einen Cent schmieren"
Die Kontrollen genügten, um den Göttinger Organspende-Skandal aufzudecken, sagt Hans Lilie. Der Chefprüfer im Transplantationswesen spricht über Motive und Konsequenzen.
Von Sven Stockrahm
ZEIT Online 28.08.12

Transplantationsskandal Der Göttinger Organspende-Skandal offenbart die Schwächen des Systems
Von Katrin Schulze, Rainer Woratschka
Die jüngsten Manipulationsvorwürfe in der Göttinger Universitätsklinik lassen daran zweifeln, wie transparent und fair Transplantationen wirklich verlaufen.
TAGESSPIEGEL 28.07.12

BÄK-Präsident Montgomery zum Göttinger Fall: Klinikträger stehen in besonderer Verantwortung
Interview mit Montgomery in der Passauer Neuen Presse
MITTEILUNG Bundesärztekammer 28.07.12

Organspende-Skandal: Verschreckt
Kommentar
TAGESSPIEGEL 28.07.12

Universitätsmedizin Göttingen stellt klar: Bericht im Göttinger Tageblatt "Mauschelei seit 1995" vom Samstag, 28. Juli 2012
Das Göttinger Tageblatt berichtet in seiner Ausgabe vom Samstag, 28. Juli 2012, über anonyme Hinweise auf Auffälligkeiten des vom Vorstand der UMG frei gestellten Abteilungsdirektors in Bezug auf Leber- und Nierentransplantationen aus den Jahren 1995 bis 1998.
PRESSEMITTEILUNG Universitätsmedizin Göttingen (UMG) 28.07.12


27. Juli 2012

Göttinger Organspendeskandal: Verdacht auf fahrlässige Tötung
An der Göttinger Uniklinik wurden Transplantationspatienten bevorzugt. Neben dem Vorwurf der Bestechlichkeit wird nun auch wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung ermittelt.
TAZ 27.07.12

Organspendeskandal: Ermittlungen wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung
SPIEGEL Online 27.07.12

Arzt fiel schon in Regensburg auf
Der im Göttinger Organspendeskandal unter Verdacht stehende Oberarzt soll schon 2005 in Bayern für Missstände bei Transplantationen gesorgt haben.
DIE WELT 27.07.12

Lebertransplantation: Stellungnahme UKR
Stellungnahme des Universitätsklinikums Regensburg zu den Vorfällen im Bereich der Lebertransplantation
PRESSEMITTEILUNG Universitätsklinikums Regensburg (UKR) 27.07.12

Transplantationsskandal: Zwei Mediziner unter Tötungsverdacht
Der Transplantationsskandal in Göttingen nimmt neue Ausmaße an, die Manipulation von Transplantationslisten könnte Kranken das Leben gekostet haben. Ermittelt wird nun wegen Korruption und Tötungsdelikten.
Von Paul Reimar
TAGESSPIEGEL 27.07.12

Organspende-Skandal: Den Schaden haben die Patienten
Mit dem Skandal in Göttingen ist das Vertrauen in die Organspende tief erschüttert worden. Nun muss es mehr Transparenz und Kontrollen an den Transplantationszentren geben. Nur klare Verhältnisse können das Vertrauen der Öffentlichkeit wiedergewinnen.
Von Hartmut Wewetzer
TAGESSPIEGEL 27.07.12

Organspendeskandal: Ermittlungen wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung
SPIEGEL Online 27.07.12

Organspende-Skandal: Wie der Internist Messwerte manipulierte
SUEDDEUTSCHE.DE 27.07.12

Ein krimineller Akt
Caritas verurteilt Geschacher mit Organen
DOMRADIO 27.07.12

Organspende-Skandal: Medizinische Manipulationen
Von Heidi Niemann
FRANKFURTER RUNDSCHAU 27.07.12

Organspende-Skandal: Ein Einzelfall? Aberwitzig!
Ein Kommentar von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 27.07.12

Wie Ärzte Erfolgsaussichten bei Transplantationen berücksichtigen könnten
Bei der Verteilung knapper Organe zur Transplantation sollten Ärzte nicht nur die medizinische Dringlichkeit berücksichtigen – nach Ansicht Heidelberger Rechtswissenschaftler ist es verfassungsrechtlich zulässig und geboten, auch die Erfolgsaussichten der Transplantation einzubeziehen.
AERZTEBLATT.DE 27.07.12

Heidelberger Juristen plädieren für erweitertes Verfahren bei Lebertransplantationen
Bei der Transplantation von Spenderorganen ist es nach Ansicht Heidelberger Rechtswissenschaftler verfassungsrechtlich zulässig und geboten, die Verteilung knapper Organe nicht nur an der medizinischen Dringlichkeit auszurichten, sondern auch die Erfolgsaussichten der Transplantation zu berücksichtigen. Allerdings ist das „Erfolgskriterium“ an bestimmte Voraussetzungen gebunden, wie der Strafrechtsprofessor Dr. Gerhard Dannecker und seine Mitarbeiterin Anne Franziska Streng in einem Aufsatz in der „Juristenzeitung“ darlegen.
PRESSEMITTEILUNG Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg 27.07.12

"Lieber die Lunge eines Rauchers, als gar keine"
Empfänger von Raucherlungen gehen ein hohes Sterberisiko ein. Doch der Zigarettenkonsum des Spenders ist bei Transplantationen kein Ausschlusskriterium. Das sind eher Sucht oder Hepatitis.
Von Maria Cheng
WELT Online 27.07.12

Neue Blutgefäße aus abgesaugtem Fett
US-Forscher suchen derzeit nach Möglichkeiten, aus adulten Stammzellen neue Blutgefäße im Labor zu züchten. Als "Rohmaterial" dient ihnen dabei per Absaugung gewonnenes Fettgewebe.
AERZTE ZEITUNG Online 27.07.12


26. Juli 2012

Weitere Unregelmäßigkeiten im Organspende-Skandal
AERZTEBLATT.DE 26.07.12

Organspendenskandal in Göttinger Uni-Klinik: Weiterer leitender Arzt freigestellt
FOCUS Online 26.07.12

Organspendeskandal: Ermittler durchsuchen Wohnung von zweitem Arzt
Der Göttinger Organspendeskandal weitet sich aus: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen einen zweiten leitenden Mediziner der Universitätsklinik.
SPIEGEL Online 26.07.12

Verfahren gegen Mediziner wegen des Verdachts von Tötungsdelikten eingeleitet
Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat aufgrund der Erkenntnisse der Staatsanwalt­schaft Braunschweig - Zentralstelle für Korruptionsstrafsachen - in 23 konkreten Verdachtsfällen manipulierter Patientendaten gegen einen ehemaligen Transplan­tations­­mediziner der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sowie gegen einen Arzt in leitender Funktion aus dem klinischen Bereich der UMG Ermittlungen wegen des Verdachts von Tötungsdelikten eingeleitet.
PRESSEMITTEILUNG Staatsanwaltschaft Göttingen 26.07.12

"Lebertransplantation": UMG zieht weitere Konsequenzen
UMG und Universität stellen bis auf Weiteres den Abteilungsdirektor der Gastroenterologie frei.
PRESSEMITTEILUNG Universitätsmedizin Göttingen (UMG) 26.07.12


25. Juli 2012

Skandal um Leberspenden weitet sich aus
War der Organspende-Skandal in Göttingen wirklich nur ein Einzelfall? Diese Hoffnung der Transplantationsmediziner wird getrübt. Immer neue Details kommen ans Licht.
Ärzte Zeitung online, 25.07.12

Gesetz zur Neuregelung der Organspende tritt in Kraft
Das „Gesetz zur Änderung des Transplantationsgesetzes“ und das „Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz“ sind kürzlich im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Das Gesetz zur Änderung des Transplantationsgesetzes tritt damit zum 1. August 2012 in Kraft. Die Regelungen zur Entscheidungslösung treten zum 1. November 2012 in Kraft.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit (BMG) 25.07.12


24. Juli 2012

Daniel Bahr sieht Vertrauensverlust durch Göttinger Organspende-Skandal
Washington/DC – Deutschland droht einer der größten Skandale in der Geschichte der Organspende: Ein Göttinger Transplantationsmediziner soll in großem Stil Krankenakten manipuliert haben, um bestimmten Patienten eine Spenderleber zu verschaffen. Im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt nimmt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) am Rande der Weltaidskonferenz in Washington Stellung zu den Vorgängen in Göttingen.
AERZTEBLATT.DE 24.07.12

Organ-Skandal: Kein Extra-Geld mehr für Ärzte
Der Organspende-Skandal am Klinikum Göttingen hat erste Konsequenzen, und zwar für alle Ärzte der Uniklinik:
NDR.DE 24.07.12

Organspende-Skandal: Arzt sollte Bonus für Operationen bekommen
Von Daniel Baumann
BERLINER ZEITUNG 24.07.12

Organspende: Quälender Mangel
Organspende und Verteilung sind immer ein ethischer Grenzgang. Auch wenn das Problem der Abstoßung bestehen bleibt – die Organe funktionieren immer länger.
Von Nicola Siegmund-Schultze
FRANKFURTER RUNDSCHAU 24.07.12

Organspende-Skandal in Göttingen: Klinikum beschließt Aus für Leistungsprämien
Der Medizinskandal in Göttingen hat das Vertrauen in die Organspende erschüttert und eine Debatte über schärfere Kontrollen ausgelöst.
SPIEGEL Online 24.07.12

Zum Kotzen. Zum Heulen
Skandal: Ein Göttinger Arzt hat Krankenakten gefälscht - und so die Warteliste für Spenderorgane manipuliert. Eine Erregung über perfide Machenschaften.
Von David Wagner
TAZ 24.07.12

Interview zu Organhandel-Thriller: "Es ist nicht nur wilde Fiktion"
Kriminelle Geschäfte mit Organen waren bisher in Deutschland nicht vorstellbar. Die Düsseldorfer Autorin Stephanie Koch spricht in ihrem Thriller "Digit" genau das an, was viele lange bestritten und seit dem Skandal in Göttingen Realität geworden ist.
WDR.DE 24.07.12


23. Juli 2012

Mutmaßlicher Organspende-Skandal soll "schonungslos aufgeklärt" werden
Am Göttinger Universitätsklinikum soll ein Mediziner im großen Umfang Krankenakten gefälscht haben, um ausgewählten Patienten eine Spenderleber zu verschaffen.
KATH.NET 23.07.12

Vier Augen statt Organspende-Pfusch
War der Organspende-Skandal von Göttingen ein Systemversagen? Manches spricht dafür - etwa die finanziellen Anreize für leitende Ärzte. Die Uniklinik Göttingen hat bereits Lehren gezogen.
Ärzte Zeitung, 23.07.12

Transplantations-Skandal: Ärztliches Ethos mit Füßen getreten
DER WESTEN 23.07.12

Transplantationen in Deutschland: Mitglied des Deutschen Ethikrats bagatellisiert Transplantationsskandal
EPOCH TIMES DEUTSCHLAND 23.07.12

Organspende-Skandal an der Göttinger Uniklinik: Bahr fordert Konsequenzen – vielleicht
Organspende-Skandal an der Göttinger Uniklinik: Bahr fordert Konsequenzen – vielleicht
FOCUS Online 23.07.12

Organspende-Skandal: Bahr nimmt Ärzte in die Pflicht
Ärzte Zeitung 23.07.12

Fragen & Antworten: Wie funktioniert das Organspende-System?
BERLINER ZEITUNG 23.07.12


22. Juli 2012

Transplantations-Skandal: Der verdächtige Oberarzt vom Klinikum Göttingen
BILD Online 22.07.12

Gedanken am Sonntag: Der Organ-Schacher von Göttingen amputiert die Glaubwürdigkeit der Medizin
Von Peter Hahne
Es ist eingetreten, was ich bei uns für unmöglich gehalten hätte.
BILD Online 22.07.12

Göttingen und die Folgen
Transplantations-Skandal könnte sich auf Spendenbereitschaft auswirken
DOMRADIO 22.07.12

Organskandal: Arzt schweigt noch - Experten fordern bessere Kontrolle
HNA.DE 22.07.12

Organspende-Skandal: Weitere Kontrollinstanz gefordert
AERZTEBLATT.DE 22.07.12

Wie Vertrauen verspielt wird
Der Standpunkt zum Organspende-Skandal
Ärzte Zeitung 22.07.12

Transplantations-Skandal in Göttingen: "Da hilft nur eine staatliche Aufsicht"
Von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 22.07.12


21. Juli 2012

Organspende: Schärfere gesetzliche Kontrollen
DIE WELT 21.07.12

Nach Organspende-Skandal in Göttingen: Ruf nach strengen Kontrollen und harten Strafen
Der Skandal um Spenderorgane an der Göttinger Universitätsklinik hat für Entsetzen gesorgt.
TAGESSCHAU.DE 21.07.12

Organ-Skandal: Schärfere Kontrollen gefordert
Der Skandal um manipulierte Akten am Universitätsklinikum Göttingen weckt Forderungen nach zusätzlichen Kontrollen bei der Organspende.
NDR.DE 21.07.12

Organspende-Skandal in Göttingen: Beschuldigter Arzt offenbar kein Einzeltäter
FOCUS Online 21.07.12

Mehr Kontrollen
Von Pia Heinemann
Ein Akt krimineller Energie ist es, der Patienten, Ärzte und Organspender aufschreckt:
WELT Online 21.07.12

Organspende-Skandal: Den Schaden haben die Patienten
von Hartmut Wewetzer
Mit dem Skandal in Göttingen ist das Vertrauen in die Organspende tief erschüttert worden.
TAGESSPIEGEL 21.07.12

Organspende: Falsche Anreize gesetzt
Von Daniel Baumann
FRANKFURTER RUDNSCHAU 21.07.12

Krumme Geschäfte mit Spender-Organen
25 Verdachtsfälle in Göttingen. Gesundheitsminister Bahr besorgt: Skandal könnte die Bereitschaft zur Spende "massiv erschüttern"
Von Matthias Kamann, Philipp Neumann und Johannes Wiedemann
DIE WELT 21.07.12

Skandal zeigt Schwächen im Transplantationssystem
Der Organspende-Skandal von Göttingen berührt den sensibelsten Punkt der Transplantationsmedizin: das Vertrauen zum Arzt. Experten fordern jetzt genauere Kontrollen des Systems.
Von M. Kamann, P. Neumann und J. Wiedemann
WELT Online 21.07.12

Organspende-Skandal: Experten fordern Vier-Augen-Prinzip
SPIEGEL Online 21.07.12

Göttinger Transplantations-Skandal: Strafrechtliche Verfolgung ist schwierig
Bundesgesundheitsministerium fordert eine schonungslose Aufklärung
HNA 21.07.12

Transplantation - ein gutes Geschäft für viele
Skandal um Organtransplantationen
Von Peter Mücke
TAGESSCHAU Online 21.07.12

Organspende-Skandal ist der Super-Gau für das notwendige Vertrauen in das System
Windhorst: „Die Mangelverwaltung bei der Organspende öffnet der kriminellen Energie Tür und Tor"
„Wir sind beim Organhandel angekommen“, kommentiert der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, den aktuellen Organspende-Skandal in Göttingen.
PRESSEMITTEILUNG Ärztekammer Westfalen-Lippe 21.07.12

Schneller Weg zur Spenderleber
Ein Göttinger Arzt soll Akten von Patienten gefälscht haben, um sie kranker erscheinen zu lassen - und so eine schnellere Versorgung mit einem Spenderorgan für sie zu erreichen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Von Heidi Niemann
FRANKFURTER RUNDSCHAU 21.07.12

Organspende-Skandal! Staatsanwalt prüft Ermittlungen wegen Tötung durch Unterlassen
Ein Skandal um Spenderorgane erschüttert die Göttinger Universitätsklinik. Ein ehemaliger Oberarzt soll Akten gefälscht und reiche Patienten beim Empfang von Spenderlebern bevorzugt haben.
BILD Online 21.07.12


20. Juli 2012

Transplantationen: Skandal erschüttert Vertrauen in Organspende
Zu wenige Bürger sind bereit, Todkranken ihre Organe zu überlassen - das beklagen Mediziner immer wieder. Ein Skandal wie der an der Göttinger Uni-Klinik gefährdet da das gesamte System der Organspende. Jetzt fordern Ärzte stärkere Kontrollen der Kliniken.
Von Dennis Ballwieser
SPIEGEL Online 20.07.12

Wer will jetzt noch zum Organspender werden?
Der erneute Betrug beim Handel mit menschlichen Organen ist verstörend. Das Vertrauen der Patienten muss mit stärkeren Kontrollen zurückgewonnen werden, denn die Organspende ist und bleibt notwendig
Von Pia Heinemann
WELT Online 20.07.12

Organspendeskandal in Göttingen: Mediziner soll Patientenakten gefälscht haben
Ein Mediziner am Universitätsklinikum Göttingen soll im großen Umfang Krankenakten gefälscht haben, um ausgewählten Patienten eine Spenderleber zu verschaffen.
SPIEGEL Online 20.07.12

Skandal um Transplantationen: Wer kontrolliert die Chirurgen?
Ein Kommentar von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 20.07.12

In Göttingen offenbar massenhaft Organe verschoben
Am Universitätsklinikum Göttingen sind einem Bericht zufolge offenbar in großem Stil Organe verschoben worden.
STERN.DE 20.07.12

Organspende-Empfänger erfährt Wartelistenplatz nicht
Wer eine Organspende braucht, erfährt nicht konkret, auf welchem Platz der Warteliste er für die Transplantation steht. Über die Vergabe von Spenderorganen wird laut Gesetz nach Erfolgsaussicht und Dringlichkeit entschieden.
STERN.DE 20.07.12

Transplantationen: Geschacher mit Organen
Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass einige Patienten am Universitätsklinikum Göttingen bei Lebertransplantationen bevorzugt behandelt worden sind, wird der Skandal schlimme Folgen für die Bereitschaft zur Organspende haben.
Von Marc-André Podgornik
DER WESTEN 20.07.12

Mit gekaufter Diagnose nach vorne auf die Warteliste
12.000 Menschen stehen auf der Warteliste für eine neue Leber. Doch in Göttingen sollen reiche Patienten bevorzugt ein Spenderorgan zugeteilt bekommen haben. Ein lukratives Geschäft.
Von Shari Langemak und Johannes Wiedemann
WELT Online 20.07.12

Reiche Patienten bei Transplantation bevorzugt?
An der Universitätsklinik Göttingen sollen gegen Geldzahlungen schneller Lebertransplantationen zugeteilt worden sein – in mehr als zwei Dutzend Fällen. Dafür wurden angeblich Krankenakten gefälscht.
WELT Online 20.07.12

Skandal um Organspenden an Göttinger Uniklinik
FRANKFURTER RUNDSCHAU 20.07.12

Organspendeskandal: Ermittlungen gegen NRW-Firma
Affäre in Uni-Klinik Göttingen
RP Online 20.07.12

Manipulationsverdacht bei Organvergabe: Task Force soll Vorfälle aufklären
Berlin. Prof. Dr. Hans Lilie, Vorsitzender der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, hat sich vor dem Hintergrund offenbar schwerwiegender Unregelmäßigkeiten bei der Organvergabe am Göttinger Universitätsklinikum für eine Überarbeitung der bisherigen Regelungen für Transplantationen ausgesprochen.
MITTEILUNG Bundesärztekammer 20.07.12

Manipulationsvorwürfe an der Göttinger Universitätsklinik
An der Göttinger Universitätsklinik wurden laut Süddeutscher Zeitung in großem Stil Krankenhausunterlagen gefälscht. Dadurch bekamen ausgewählte Patienten bevorzugt Spenderorgane zugeteilt.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Stiftung Oirgantransplantation (DSO)20.07.12

Stellungnahme UMG: "Lebertransplantation"
Neue Vorwürfe gegenüber früheren Transplantationschirurgen der Universitätsmedizin Göttingen (UMG)
(umg) Im Rahmen der Unregelmäßigkeiten mit einer Lebertransplantation hat die Bundesärztekammer (BÄK) bei stichprobenartigen Untersuchungen von Patientenakten weitere Verdachtsfälle festgestellt. Über diese Erkenntnisse hat die BÄK den Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) Ende Juni informiert.
PRESSEMITTEILUNG Universitätsmedizin Göttingen (UMG) 20.07.12

Bahr fordert Aufklärung über Missstände bei Organtransplantation
WELT Online 20.07.12

Transplantations-Skandal: Klinik in Göttingen glaubt an weitere Transplantations-Täter
DER WESTEN 20.07.12

Organspende-Skandal erschüttert Vertrauen
Anreize zur Manipulation im System vorhanden
Von Peter Mücke, ARD-Hauptstadtstudio
Bundesgesundheitsminister Bahr irrt: Dass die Manipulationen in Göttingen aufgeflogen sind, zeigt leider nicht, dass die Aufklärungsmechanismen funktionieren.
DEUTSCHLANDFUNK 20.07.12

Wer zahlt, wird früher operiert
Klinikarzt verhökert Spenderleber
Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten – und schon hat man eine neue Leber. An der Göttinger Uniklinik sollen Patienten mit Geld schneller an neue Organe gekommen sein.
von Reimar Paul
TAZ 20.07.12

Göttinger Arzt erschwindelte im großen Stil Spenderorgane
Skandal an Göttinger Uniklinik: Ein ehemaliger Oberarzt steht im Verdacht, in mehr als 20 Fällen Krankendaten manipuliert zu haben. Seine Patienten sollen dadurch schneller Organe bekommen haben.
FOCUS Online 20.07.12

Organspendeskandal:Mediziner soll Patientenakten gefälscht haben
SPIEGEL Online 20.07.12

Betrug mit Spenderorganen: Illegale Transplantationen in Göttinger Klinik?
Es könnte der größte Betrug sein, der in Deutschland je mit Spenderorganen begangen wurde!
BILD Online 20.07.12

Organspende-Skandal an Uniklinik Göttingen weitet sich aus
AERZTEBLATT.DE 20.07.12

Zeitung: An Uniklinik Göttingen offenbar in großem Stil Organe verschoben
AERZTEBLATT.DE 20.07.12

Schnelle Organe für Vorzugspatienten
ZDF heute.de 20.07.12


19. Juli 2012

Verändertes Transplantationsgesetzes tritt im November in Kraft
Bundespräsident Joachim Gauck hat die Änderungen des Transplantations­gesetzes unterzeichnet, mit denen die sogenannte Entscheidungslösung eingeführt wird.
AERZTEBLATT.DE 19.07.12

Transplantationsmediziner diskutierten über ethische Fragen und die Endgültigkeit des Hirntods
Weltkongress in Berlin zu Ende gegangen
ZENIT.ORG 19.07.12

Nach oben