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Kritische Informationen der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland
zum Thema Organspende / Lebendspende / Transplantation / Hirntod

Neues zum Thema Organspende / Transplantationsmedizin / Hirntod

04.01.13: Nach Göttingen, Regensburg und München: Transplantations-Skandal in Leipzig - Mediziner unter Manipulationsverdacht bei Organspende-Warteliste

Symbolbild OrganentnahmeGleich zu Beginn des neuen Jahres sorgt ein neuer Transplantationsskandal für Schlagzeilen, die wie kein anderes biopolitisches Thema die Medien dieser Woche beherrschten. Nach Göttingen, Regensburg und München gab es auch am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zahlreiche Verstöße gegen Richtlinien bei der Meldung von Kandidaten zur Lebertransplantation.

Derzeit überprüfen vor dem Hintergrund der vorangegangenen aufgedeckten Skandale die Prüfungskommission und die Überwachungskommission von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband die Einhaltung der Transplantationsrichtlinien in allen deutschen Transplantationszentren. Wie die Uniklinik Leipzig am Neujahrstag in einer Presseerklärung mitteilte, habe eine am 10. Dezember 2012 begonnene Stichprobenprüfung der in den Jahren 2010 und 2011 am UKL lebertransplantierten Patienten Hinweise auf Dokumentationsmängel und Regelverstöße insbesondere bei der Angabe von Nierenersatzverfahren ergeben.

Dabei wurden Medienberichten zufolge in 38 Fällen Patienten auf der Warteliste kranker gemacht als sie tatsächlich waren. So sollen für 2010 und 2011 bei 37 von 54 an die für die Organvergabe zuständigen Stelle Eurotransplant gemeldeten Dialyse-Patienten Dialysen angegeben worden sein, für die die Durchführung nicht nachgewiesen werden konnte. Ein Fall bezieht sich auf 2012. Diese Falschangaben haben für die einzelnen Patienten zu einer Erhöhung des Punktwerts des sogenannten MELD-Scores geführt und damit zu einer höheren Dringlichkeit auf der Warteliste bei Eurotransplant.

Das Motiv der Manipulationen und ob dafür Gelder geflossen sind, ist noch unklar. Der Chef der Klinik wollte eventuelle Geldzahlungen nicht ausschließen. Die Untersuchungen aller durchgeführten Transplantationen sind noch nicht abgeschlossen. Unterdessen hat auch die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Diese dauern noch an und werden vermutlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Nähere Details wurden bisher nicht bekannt.

Reaktionen auf den Transplantationsskandal in Leipzig

Als Konsequenz der Manipulationen hat der Klinikumsvorstand auf Grundlage dieses am 28.12.12 gesichert vorliegenden Untersuchungsergebnisses den verantwortlichen Direktor der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie zwei Oberärzte "mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben in der Krankenversorgung entbunden", teilte das Uniklinikum Leipzig mit. Die Leitung des Transplantationsprogramms wurde "auf einen sehr erfahrenen Oberarzt der Klinik" übertragen.

F. U. MontgomeryDer Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, rechnet laut einem Bericht der "Passauer Neuen Presse" vom 03.01.13 auch an anderen Kliniken mit der Aufdeckung weiterer derartiger Fälle aus der Vergangenheit. Denn bisher seien erst zehn von insgesamt 47 Transplantationszentren stichprobenartig untersucht worden. Die Fälle in Leipzig seien "erschreckend". Gleichwohl sieht Montgomery die von der Prüfungs- und Überwachungskommission von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband aufgedeckten Fälle als Beleg für die Wirksamkeit der Kontrollen der Selbstverwaltung. "Unser scharfes Kontrollsystem, das wir nach den Vorfällen in Göttingen und Regensburg im letzten Jahr eingeführt haben, greift", sagte er gegenüber der "Bild"-Zeitung am 2. Dezember.

Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert Schwerpunktstaatsanwaltschaft und unabhängige Kommission

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, ehemals Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch fordert eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft und die Einberufung einer unabhängigen Kommission. "Als die ersten Fälle im Juli 2012 aufgedeckt waren, wurde bagatellisiert. Dann war die Empörung groß und jetzt werden die Fälle nur noch gezählt. Damit alle Vorwürfe lückenlos aufgeklärt werden können, muss jetzt schnell eine zentral arbeitende Schwerpunktstaatsanwaltschaft eingerichtet werden", erklärte Brysch in einer Presseaussendung vom 2. Januar. Darüber hinaus müsse der Gesetzgeber das Transplantationssystem in staatliche Hände legen. Dafür müsse Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr einen verbindlichen Zeitplan vorlegen. Die Hälfte der bestehenden 49 Transplantationszentren reiche nach Ansicht von Brysch aus.

E. Brysch"Die neuen Manipulationsvorwürfe zeigen: Die Unregelmäßigkeiten im Organspendesystem sind keine Einzelfälle. Je mehr Transplantationszentren die privaten Prüfungs- und Überwachungskommissionen nach öffentlichem Druck jetzt genauer kontrollieren, desto mehr Manipulationen kommen ans Licht. Doch es ist immer noch nicht geklärt, wer die Verantwortung dafür trägt", so der Patientenschützer. Selbst strafrechtliche Konsequenzen seien fraglich, wie das Beispiel Göttingen zeige.

"Die Manipulationsanfälligkeit im von der Politik geschaffenen Transplantationssystem liegt aber nicht am mangelnden Strafrecht, sondern am politischen Versagen. Denn nicht der Gesetzgeber setzt die Maßstäbe und führt die Kontrollen durch. Das überlässt er privaten Akteuren. Das ist vor allem die Bundesärztekammer. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Bundesgesundheitsminister Bahr und die zuständigen Landesminister ihre Hände in Unschuld waschen. Es gibt niemanden, der politisch verantwortlich ist", kritisierte Brysch. Bahr müsse jetzt endlich eine unabhängige Kommission beim Bundesgesundheitsministerium einrichten, der auch kritische Ärzte, Ethiker und Juristen angehören, die nicht am Transplantationssystem beteiligt sind und damit Geld verdienen.

Transplantationsszene endlich wirksam kontrollieren

K. VoglerÄhnliche Kritik kam auch von der Linksfraktion im Deutschen Bundestag. "Wir brauchen dringend eine öffentliche Kontrolle des Transplantationssystems. Richtlinienkompetenz, Koordination und Überwachung gehören in öffentliche Hände", erklärte Kathrin Vogler, Abgeordnete der Linken und stellvertretende Vorsitzende im Gesundheitsausschuss des Bundestags in einer Pressemitteilung vom 2. Januar. "Selbst wenn solche Manipulationen aus uneigennützigen Motiven heraus erfolgt sind: Es kann nicht hingenommen werden, dass Ärzte Gesetze und Richtlinien missachten und sich zum Bestimmer über Leben und Tod machen" so Vogler mit Blick auf die aktuellen Fälle weiter.

Das Vertrauen in die Transplantationsszene sei mittlerweile erschöpft. Die Linkenabgeordnete forderte für die Zukunft eine "unbedingte Transparenz über sämtliche Vorgänge". "Zentrale Entscheidungen zur Organspende dürfen nicht länger an eine private Stiftung, die DSO, und an einen nicht eingetragenen Verein wie die Bundesärztekammer abgetreten werden. Hilfreich wäre auch, bei der Neugestaltung nicht nur auf die zu hören, die am bisherigen System gut verdienen, sondern kritische Stimmen einzubeziehen", mahnte Vogler.

Auch Karl Lauterbach, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, forderte im Deutschlandfunk-Interview am 3. Dezember schärfere Kontrollen bei der Transplantationsmedizin. Ergänzend erklärte er mit Blick auf mögliche Reaktionen im Bundestag: "Wir arbeiten derzeit parteiübergreifend an weiteren Regeln, die das ganze Verfahren transparenter und manipulationsunanfällig machen sollen. Wir versuchen, dieses Thema aus dem Wahlkampf und aus dem Parteienstreit zu isolieren, indem wir parteienübergreifend im Gesundheitsministerium nach einer Lösung suchen."

Weiterführende Informationen:

  • Verstöße gegen Richtlinien bei der Meldung von Kandidaten zur Lebertransplantation am Universitätsklinikum Leipzig
    Vor dem Hintergrund der im Jahr 2012 bekannt gewordenen Regelverstöße an deutschen Universitätsklinika bei der Meldung von Patienten zur Lebertransplantation hat der Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig am 27. Juli 2012 die Innenrevision beauftragt, die Strukturen und Prozesse zur Meldung von Kandidaten zur Lebertransplantation bei Eurotransplant sowie die Führung der gelisteten Patienten bis zum Zeitpunkt der Transplantation ebenso kritisch zu prüfen wie sämtliche Meldevorgänge an Eurotransplant bei allen seit 01.01.2007 am Transplantationszentrum Leipzig lebertransplantierten Patienten.
    PRESSEMITTEILUNG Universitätsklinikum Leipzig vom 01.01.13
     
  • Überprüfung des Transplantationszentrums Leipzig zeigt Unregelmäßigkeiten
    Berlin. In Wahrnehmung ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben haben die Prüfungskommission und die Überwachungskommission - in gemeinsamer Trägerschaft von Deutscher Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband und Bundesärztekammer - am Transplantationszentrum Leipzig Unregelmäßigkeiten festgestellt.
    Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG von Prüfungskommission und Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Deutscher Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband und Bundesärztekammer 01.01.2013
     
  • Der Anreiz für Korruption ist "massiv gestiegen"
    SPD-Gesundheitsexperte fordert schärfere Kontrollen bei der Transplantationsmedizin
    Karl Lauterbach im Gespräch mit Peter Kapern
    DEUTSCHLANDFUNK 03.01.13
     

Themenspecials zu den Transplantationsskandalen in Göttingen, Regensburg und München:

Presseschau zum Transplantationsskandal in Göttingen

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Meldungen zum Organspendeskandal in Leipzig. Zum besseren Verständnis empfehlen wir unten anzufangen. Diese Zusammenstellung wird gegebenenfalls weiter ergänzt.

Uni-Skandal: Jetzt spricht der Organ-Wächter
BILD.DE 28.06.13

Organspendenskandal: Ermittlungsverfahren gegen drei Leipziger Ärzte
AERZTEBLATT.DE 26.06.13

Organspendeskandal in Leipzig: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Ärzte
SPIEGEL Onlie 26.06.13


31. Januar 2013

Sachsens Landtag für mehr Kontrollen bei Organspenden
MDR 31.01.13

18. Januar 2013

Lebertransplantationen: Laborwerte – das Zünglein an der Waage
Kaiser, Thorsten; Zeuzem, Stefan; Thiery, Joachim
Die Parameter Bilirubin, Kreatinin und Prothrombin beeinflussen den Lab-MELD-Score, der die Reihenfolge für die Organvergabe beeinflusst. Im Rahmen eines Ringversuchs sollen die Untersuchungsmethoden harmonisiert werden.
Deutsches Ärzteblatt 2013; 110(3) 18.01.13

Transplantationsskandal: Leipzig hüllt sich in Schweigen
Alle Fakten sollen so schnell wie möglich auf den Tisch - dieses Credo gilt in Leipzig nicht mehr.
Ärzte Zeitung 18.01.13

„Kausalitätsfrage bleibt immer ein Problem“
5 Fragen an Rechtsanwalt Albrecht Wienke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Medizinrecht
Köln – Die Meldungen über Unregelmäßigkeiten bei der Organvergabe reißen nicht ab.
AERZTEBLATT.DE 18.01.13

17. Januar 2013

Zweischneidiges Skalpell
In Transplantationskliniken geht die Angst vor der Justiz um
Von Harro Albrecht
DIE ZEIT Nr. 04, 17.01.13

Nach erneutem Transplantations-Skandal: Bessere Qualität durch weniger Transplantationszentren
Die Bundesregierung sollte gemeinsam mit den Bundesländern die Landschaft der Transplantationszentren in Deutschland neu ordnen.
AOK Bundesverband - AOK-Medienservice (ams) 17.01.13

13. Januar 2013

Handlungsunfähigkeit? Pah!
Transplantationsskandal: Gefährdungstatbestand muss unter Strafe gestellt werden
Kommentar von Heike Haarhoff
TAZ 13.01.13

Bayern: Arzt kritisiert: Nicht tragbarer Zustand bei Organspende
AUGSBURGER ALLGEMEINE 13.01.13

Grüne für Pause bei Organspende-Appellen
WELT AM SONNTAG 13.01.13

Grüne gegen Organspende-Briefe zum jetzigen Zeitpunkt
DER WESTEN 13.01.13

Alles gegeben
Trotz aller Skandale wird weiter für Organspenden geworben. Unbeachtet bleibt, wie es Angehörigen bei der Entnahme von Organen ergeht, ob das Kriterium des Hirntods sinnvoll ist und welche wirtschaftlichen Interessen im Spiel sind
Von Freia Peters
WELT AM SONNTAG 13.01.13

11. Januar 2013

Die Tücke der Strafbarkeitslücke
Organspende: Trotz massiver Fälschungen drohen den Ärzten keine Haftstrafen. Es fehlen die nötigen Gesetze
von Heike Haarhoff
TAZ 11.01.13

Organspende: Das perfekte Verbrechen
Die Justiz ist hilflos
Kommentar von Heike Haarhoff
TAZ 11.01.13

Transplantationsskandal: Strafen sind fraglich
AERZTEBLATT.DE 11.01.13

Regierungspressekonferenz vom 11. Januar
Themen: Organspenden u.a.

10. Januar 2013

Organspenden - der Übervater soll aufräumen
Von Timot Szent-Ivanyi
Interimschef Rainer Hess soll die Stiftung Organtransplantation aus der Vertrauenskrise holen. Hess gilt als freundlich, aber hart in der Sache
FRANKFURTER RUNDSCHAU 10.01.13

Lilie: "Wir haben alle Vorkehrungen getroffen, dass solche Täuschungen nicht mehr vorkommen können"
Berlin. Der Vorsitzende der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Hans Lilie, geht davon aus, dass die verschärften Kontrollen von Transplantationszentren und neue Regelungen für die Organvergabe Manipulationen künftig verhindern.
MITTEILUNG Bundesärztekammer 10.01.13

07. Januar 2013

Streit über Konsequenzen aus Organspendeskandal
AERZTEBLATT.DE 07.01.13

Skandale schrecken Organspender ab
ZEIT Online 07.01.13

Tiefstand bei Organspenden
AERZTEBLATT.DE 07.01.13

Nach Transplantationsskandal: Zahl der Organspenden bricht dramatisch ein
SPIEGEL Online 07.01.13

Zahl der Organspenden in 2012 dramatisch gesunken
Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) wirbt um Vertrauen: Nachlassende Spendenbereitschaft kostet Menschenleben
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) 07.01.13

„Das Vertrauen ist erschüttert“
Zahl der Organspenden sinkt
TAZ 07.01.13

Organspenden: 71 Prozent glauben an Promi-Bonus
Umfrage: Viele Bürger sind überzeugt, dass Ärzte Reiche bevorzugen.
TAZ 07.01.13

Organvergabe: Ist eine Strukturreform nötig?
Je intensiver geprüft wird, desto mehr Manipulationen in der Transplantationsmedizin kommen ans Tageslicht. Doch es geht nicht nur um die strafrechtliche Verfolgung der beschuldigten Ärzte. Genauso wichtig sind Strukturreformen des Systems.
Von Ingeborg Bördlein
Ärzte Zeitung, 07.01.13

Reformwünsche nach Leipzig: Weniger Zentren, andere Richtlinien
Nach dem Skandal von Leipzig wird nach den Ursachen für die Transplantationsaffäre gesucht. Gibt es in Deutschland zu viele Zentren? Oder sind vielmehr die Richtlinien der BÄK das Problem?
Ärzte Zeitung, 07.01.13

06. Januar 2013

71 Prozent glauben: Reiche werden bei Organspenden bevorzugt
Exklusiv-Umfrage nach Transplantationsskandal
BILD.DE 06.01.13

"Meine Philosophie ist Transparenz"
Köln – Der Ruf der Transplantationsmedizin in Deutschland hat gelitten, unter anderem wegen systematischer Regelverstöße an einigen Transplantationszentren, die jüngsten sind am Neujahrstag aus Leipzig bekannt geworden.
5 Fragen an Rainer Hess, Interimsvorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation
AERZTEBLATT.DE 06.01.13

04. Januar 2013

Anreize zum Organgeschacher
Nach Bekanntwerden von Manipulationen an der Leipziger Uniklinik fordern Experten, die Hälfte aller Organzentren zu schließen
Von Heike Haarhoff
TAZ 04.01.13

Debatte um Transplantationszentren
von Sabine Beikler
Politik diskutiert über Anzahl und Standards.
TAGESSPIEGEL 04.01.13

Organe als Skandal
Manipulationen von Patientendaten scheinen mancherorts Klinikalltag zu sein: Die Transplantationsmedizin hat gesundes Misstrauen heute nötiger als Vertrauen.
Von Oliver Tolmein
FAZ.NET 04.01.13

Organspende: Eine Frage des Vertrauens
Man wird den Verdacht nicht los, dass beim Thema Organspende das Pferd von hinten aufgezäumt wurde: Weil der Bedarf an Spendeorganen so groß, die Spendebereitschaft aber dürftig ist, werden seit dem vergangenen Jahr Krankenversicherte aufgefordert, sich regelmäßig zu einer Organspende zu äußern.
Kommentar von Elisabeth Zoll
SUEDWEST-PRESSE 04.01.13

Organspende-Skandal: Vertrauen rettet Leben
von Hartmut Wewetzer
Durch Betrug in Serie wurden viele potenzielle Organ-Spender verschreckt. Leidtragende sind die Patienten auf den Wartelisten. Doch es gibt eine Möglichkeit, die verloren gegangene Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen.
TAGESSPIEGEL 04.01.13

Patientenverband gegen Verringerung der Transplantationszentren
AERZTEBLATT.DE 04.01.13

03. Januar 2013

Organspende-Skandal in Leipzig: Leben, Tod und Korruption
Wer muss warten auf eine neue Leber, wer bekommt sie? Dafür braucht es klare Regeln und Verantwortlichkeiten. Gesundheitsminister Bahr muss endlich handeln.
Ein Kommentar von Hans Peter Schütz
STERN.DE 03.01.12

Verringerung von Transplantationszentren gefordert
AERZTEBLATT.DE 03.01.13

Organspende ist lebenswichtig – Transplantationsregister notwendig
Der Vorstand des Bundesverbandes der Organtransplantierten nimmt Stellung zu den Manipulationsvorwürfen in der Organverteilung an der Uniklinik Leipzig
PRESSEMITTEILUNG Bundesverband der Organtransplantierten BDO 03.01.13

Organ-Affäre facht Debatte um Transplantationen an
FRANKFURTER RUNDSCHAU 03.01.13

Organspende-Skandal: Ärztepräsident fordert härtere Strafen
FRANKFURTER RUNDSCHAU 03.01.13

Montgomery: "Das Kontrollsystem der Selbstverwaltung greift"
Berlin. Als „erschreckend“ hat der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, die bekannt gewordenen Manipulationen bei Organtransplantationen am Universitätsklinikum Leipzig bezeichnet.
MITTEILUNG Bundesärztekammer 03.01.213

Unerträglich für Ärzte
Mediziner sind mit der Selbstverwaltung der Organvergabe überfordert
Kommentar von Matthias Kamann
DIE WELT 03.01.13

Erneutes Organversagen
Schon wieder wurden Krankenakten so manipuliert, dass Patienten bei Transplantationen bevorzugt wurden. Dieses Mal am Uniklinikum in Leipzig
Von Matthias Kamann
DIE WELT 03.01.13

Organspende-Skandal: Prüfung auf Herz und Niere
Die Prüfer kommen regelmäßig, doch die Transplantationskliniken wissen nicht, wann. Mit solchen Maßnahmen will die Bundesärztekammer das Vertrauen in das System wiederherstellen. Zehn Zentren für Lebertransplantationen haben die Kontrolleure bereits besucht.
Von Christina Berndt und Nina von Hardenberg
SUEDDEUTSCHE.DE 03.01.13

Warum die Klinik-Skandale nicht an die Nieren gehen
Kriterien für die Leber-Vergabe lassen sich leichter manipulieren als bei anderen Organen
TAZ 03.01.13

Leipziger Leberschaden
An der Uniklinik haben Ärzte ihre Patienten kränker gemacht, als sie waren - und ihnen so zur Spenderleber verholfen
Von Heike Haarhoff
TAZ 03.01.13

Leipzig verspricht Aufklärung im Organspendeskandal
WELT Online 03.01.12

Staatsanwalt gibt Entwarnung
Keine Verbindung im Organspendeskandal zwischen Leipzig und München
DIE WELT 03.01.13

Neuer Organspende-Skandal: Sorge vor weiteren Fällen
Universitätsklinikum Leipzig beurlaubt drei Ärzte
DEUTSCHLANDRADIO 03.01.13

Von Mensch zu Mensch
Spendenimperativ und Geschlechterdifferenz bei der Organspende.
von Merve Winter
Jungle World Nr. 1, 03.01.13

Der Anreiz für Korruption ist "massiv gestiegen"
SPD-Gesundheitsexperte fordert schärfere Kontrollen bei der Transplantationsmedizin
Karl Lauterbach im Gespräch mit Peter Kapern
DEUTSCHLANDFUNK 03.01.13

Organspende-Skandal: Ärzteverband will Bestechlichkeit unter Strafe stellen
WELT Online 03.01.12

02. Januar 2013

Neuer Organspende-Skandal in Leipzig
Von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 02.01.13

Der schnelle Weg zur neuen Leber
Organspende-Skandal in Leipzig
TAZ 02.01.13

Organspendeskandal am Universitätsklinikum Leipzig
AERZTEBLATT.DE 02.01.13

Versagen am Organ
Transplantationsaffäre an Leipziger Uni-Klinik
von Rainer Woratschka
Wieder ist es zu Manipulationen bei Transplantationen gekommen. In Leipzig wurden offenbar Daten von 38 Patienten gefälscht. Warum ist die Trickserei vorher nicht aufgefallen? Und wie anfällig ist das System noch?
TAGESSPIEGEL 02.01.13

Neuer Organspende-Skandal an Uniklinik Leipzig
FRANKFURTER RUDNSCHAU 02.01.13

Neuer Organspende-Skandal: Eine Katastrophe für die Patienten
Von Peter Mücke, NDR, ARD-Hauptstadtstudio
TAGESSCHAU.DE 02.01.13

Ärzte fälschen Krankenakten für Organspende
Bei 38 Patienten haben Ärzte am Leipziger Uni-Klinikum Akten manipuliert, damit diese schneller an Organe gelangen – nicht der erste Spende-Skandal im Land. Doch das Gesundheitsministerium wiegelt ab.
Von Matthias Kamann
WELT Online 02.01.13

Neuer Fall an Leipziger Uniklinik! Wie groß ist der Organspende-Skandal wirklich?
Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery im Blitz-Interview mit BILD.de: „Es wird noch mehr ans Licht kommen!“
BILD.de 02.01.13

Betrug in Leipzig: Staatsanwalt prüft Ermittlungen im Organspendeskandal
SPIEGEL Online 02.01.13

Transplantationsskandal in Leipzig: Leipziger Klinik "überrascht" von Manipulationen
ZDF heute.de 02.01.13

"Es wird noch mehr ans Licht kommen"
Organspende-Skandal weitet sich aus
Erst Göttingen, dann Regensburg und München, nun Leipzig: Damit ihre Patienten schneller ein Organ erhalten, haben Ärzte an einigen Unikliniken Daten manipuliert. Ist das erst die Spitze des Eisbergs?
Von Lea Wolz
STERN.DE 02.01.13

Transplantationsskandal: Die Affäre zieht weiter
Nach Göttingen kam Regensburg, dann München - und jetzt Leipzig.
Ärzte Zeitung online, 02.01.13

Organspende-Skandal in Leipzig: Stunde der Lüge
Am Uniklinikum Leipzig war die Manipulation der Vergabe von Spenderorganen ebenso einfach wie wirkungsvoll - ob Geld geflossen ist, muss erst geklärt werden. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Die verschärften Transplantations-Regeln schrecken Betrüger mittlerweile ab.
Von Christina Berndt
SUEDDEUTSCHE.DE 02.01.13

Einzelfälle oder kriminelle Methode?
Schärfere Kontrollen haben neue Manipulationsfälle aufgedeckt.
ZEIT Online 02.01.13

Organspende-Skandal „Leipziger Manipulation kein Einzelfall“
Von Steven Geyer
FRANKFURTER RUNDSCHAU 02.01.13

84000 Euro für jede Spender-Leber!
Betrug um Transplantationen an Leipziger Uniklinik
Von Doreen Beilke
Leipzig – Bei diesem Skandal geht es um Leben und Tod - und um sehr viel Geld!
BILD.DE 02.01.13

Uniklinikum Leipzig: Staatsanwälte ermitteln im Organspende-Skandal
STERN.DE 02.01.13

Mitschrift Regierungspressekonferenz vom 2. Januar
Themen u.a.: Vorschlag des GKV-Spitzenverbands zur strafrechtlichen Bewertung von ärztlicher Korruption (dort auch Fragen zum aktuellen Transplantationsskandal in Leipzig)

Transplantationsszene endlich wirksam kontrollieren
"Die neuesten Manipulationsvorwürfe aus Leipzig zeigen: Wir brauchen dringend eine öffentliche Kontrolle des Transplantationssystems. Richtlinienkompetenz, Koordination und Überwachung gehören in öffentliche Hände", so Kathrin Vogler, stellvertretende Vorsitzende im Gesundheitsausschuss des Bundestags, mit Blick auf den neuesten Organtransplantationsskandal aus Leipzig.
PRESSEMITTEILUNG Die Linke. im Bundestag 02.01.13

Schwerpunktstaatsanwaltschaft ist nach Organspendeskandal nötig - Bahr muss unabhängige Kommission einberufen
Zu den Manipulationsvorwürfen im Transplantationssystem am Universitätsklinikum Leipzig erklärt der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch:
"Die neuen Manipulationsvorwürfe zeigen: Die Unregelmäßigkeiten im Organspendesystem sind keine Einzelfälle.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Stiftung Patientenschutz 02.01.13

01. Januar 2013

Neuer Fall im Organspende-Skandal: Manipulierte Daten am Transplantationszentrum Leipzig entdeckt
SUEDDEUTSCHE.DE 01.01.13

Transplantationen: Uni Leipzig gibt Manipulation bei Organspende zu
Am Universitätsklinikum Leipzig sind Patienten kranker gemacht worden, als sie tatsächlich waren.
SPIEGEL Online 01.01.13

Organvergabe: Uniklinik machte Patienten kränker als sie waren
WELT Online 01.01.13

Uniklinik Leipzig gibt Manipulationen bei Organspende zu
Patienten kranker gemacht, als sie waren
FOCUS Online 01.01.13

Neuer Transplantations-Skandal! Betrug mit Spender-Organen an Leipziger Uni-Klinik
BILD.de 01.01.13

Verstöße gegen Richtlinien bei der Meldung von Kandidaten zur Lebertransplantation am Universitätsklinikum Leipzig
Vor dem Hintergrund der im Jahr 2012 bekannt gewordenen Regelverstöße an deutschen Universitätsklinika bei der Meldung von Patienten zur Lebertransplantation hat der Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig am 27. Juli 2012 die Innenrevision beauftragt, die Strukturen und Prozesse zur Meldung von Kandidaten zur Lebertransplantation bei Eurotransplant sowie die Führung der gelisteten Patienten bis zum Zeitpunkt der Transplantation ebenso kritisch zu prüfen wie sämtliche Meldevorgänge an Eurotransplant bei allen seit 01.01.2007 am Transplantationszentrum Leipzig lebertransplantierten Patienten.
PRESSEMITTEILUNG Universitätsklinikum Leipzig vom 01.01.13

Überprüfung des Transplantationszentrums Leipzig zeigt Unregelmäßigkeiten
Berlin. In Wahrnehmung ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben haben die Prüfungskommission und die Überwachungskommission - in gemeinsamer Trägerschaft von Deutscher Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband und Bundesärztekammer - am Transplantationszentrum Leipzig Unregelmäßigkeiten festgestellt.
Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG von Prüfungskommission und Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Deutscher Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband und Bundesärztekammer 01.01.2013

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